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Interview zum Jahresrückblick 2021

Kurz bevor sich das Jahr 2021 dem Ende zuneigt, hatte ich noch das Vergnügen von Markus Mittermüller von den Medienkomplizen über das vergangene Jahr und die Entwicklung von Crossroad Filmproduction interviewt zu werden. Demnach darf ich euch hier einen kurzen Jahresrückblick 2021 präsentieren und freue mich auf ein spannendes neues Jahr 2022:

 

„Ich halte die besonderen Momente im Leben meiner Kunden fest“


Die Begeisterung für Film und Video begleitet Madeline Genswaider schon ihr Leben lang. Daher hat sie mit ihrem Unternehmen Crossroad Filmproduction ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Wie sie gleich zwei unternehmerische Tiefs in diesem Jahr überwunden hat, warum Videos besonders gut im Gedächtnis bleiben und wie sie mit dem Lampenfieber ihrer Kunden umgeht, erzählt sie im Interview.


Das Jahr 2021 war für viele Unternehmer ein schwieriges Jahr. Wie sieht dein Jahr im Rückblick aus?

Der Anfang des Jahres war schwierig, da wir eine lange Zeit einen kompletten Lockdown hatten. Wir hatten wenige Aufträge, alle Veranstaltungen wurden abgesagt. Ich habe versucht, durch Kaltakquise zu neuen Kunden zu kommen, aber es war nicht leicht. Zumindest ein Highlight hatte ich in dieser Zeit: Das war Dreh des Musikvideos mit dem talentierten jungen Sänger und Songwriter Michael Weinmeister in den Weinbergen von Gumpoldskirchen. Es hat Spaß gemacht, diesen schönen Song auch bildlich zum Leben zu erwecken. Aber mein größter Erfolg in diesem Jahr war, mein Unternehmen aus diesem Loch herausgeholt zu haben.


Wie ist dir das gelungen?

Der Gamechanger sind Netzwerke. Im Laufe dieses Jahres habe ich meine Netzwerke erweitert, viele Aufträge ergeben sich jetzt mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit. Mir ist ein guter, persönlicher Umgang mit meinen Kunden sehr wichtig, da ich ein sehr sozialer Mensch bin. Dadurch fühlen sich meine Kunden auch wohl, ich behalte die meisten von ihnen und sie empfehlen mich weiter. Dadurch hat sich eine gute Eigendynamik entwickelt. Eines meiner Highlights in diesem Jahr ist auch, dass ich mein Equipment erweitern konnte und jetzt eine neue Kamera habe.


Eine große Umstellung in diesem Jahr war auch der Wechsel deiner Unternehmensform von einer OG zu einem Einzelunternehmen – da es bedeutet, das Unternehmen allein zu führen.

Wir haben zu dritt begonnen und ich musste dann die gesamte Verantwortung allein tragen. Das war mental schwierig, da ich Teamwork liebe. Ich habe mich schon gefragt: Will ich das allein fortführen? Und kann ich es auch? Heute ist meine Antwort auf beide Fragen ein klares Ja, denn ich liebe mein Unternehmen. Ich habe dann die Vorteile der neuen Situation entdeckt: Ich kann Crossroad Filmproduction durch neue Kooperationen ausweiten und auf meine eigenen Ziele hinarbeiten. Das funktioniert mittlerweile sehr gut.


Welche Projekte in diesem Jahr sind dir besonders in Erinnerung?

Trotz Pandemie ist es doch ein bunter Mix an Projekten geworden. Ein sehr spaßiges Highlight war die Arbeit mit einem Mentalcoach. Wir haben ein Intro für ihre youtube-Videos im Stil der Serie „Friends“ gedreht, um damit die Freude im Leben darzustellen und zu zeigen, dass man das Leben leicht nehmen soll. Besondere Freude machen mir auch Musikvideos, wie jenes mit Michael Weinmeister oder mit dem Pianisten und Sänger Clemens Schaller.


Neben diesen künstlerischen Arbeiten drehst du auch Imagevideos für Unternehmen. Welchen Nutzen haben Unternehmen davon?

Videos wecken Emotionen und wir Menschen erinnern uns besser an etwas, das mit Emotionen verknüpft ist. Mit Videos können Unternehmen ihre Geschichte erzählen, sich bestmöglich präsentieren und einen ganzheitlichen Einblick in das Unternehmen geben. Und damit natürlich gut im Gedächtnis bleiben. Wir bieten seit heuer auch Abo-Pakete für Unternehmen an, damit sie vor allem auf Social Media regelmäßig präsent sind. Videos sind darüber hinaus ein gutes Mittel, um neue Mitarbeiter zu finden.


Einige Unternehmer werden dabei zum ersten Mal vor einer Videokamera stehen und etwas Lampenfieber haben. Welche Tipps hast du für sie, damit sie im Video authentisch und natürlich wirken?

Viele haben zu Beginn Scheu vor der Kamera. Es ist ein Moment, in dem man aus seiner eigenen Komfortzone herauskommen muss. Ich bemühe mich, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, damit der Dreh allen Beteiligten auch Spaß macht. Ich sage immer: Fehler sind kein Problem, wir können den Dreh jederzeit wiederholen. Das entspannt die Kunden und nach zwei bis drei Takes gewöhnen sich die Leute an die Kamera. Ich wähle auch immer ein Format aus, das für die Person passend ist. Zum Beispiel, dass der Interviewpartner nicht direkt in die Kamera spricht.

Was planst du für das kommende Jahr, wird es neue Projekte geben?

Ich möchte die besonderen Momente im Leben meiner Kunden festhalten und mich darauf spezialisieren, Geschichten zu erzählen, die begeistern. Den Fokus auf Video-Abos werde ich forcieren, da wir unsere Kunden gerne langfristig begleiten. Und ich möchte gerne mehr Videos in den Bereichen Kunst, Artistik und Musik produzieren. Ich überlege im Moment auch, Fotografie als Gewerbe mit dazu zu nehmen, um Pakete mit Fotos und Videos anbieten zu können. Eine Idee ist auch, Workshops und Trainings anzubieten. Ich möchte Jugendlichen und Erwachsenen zeigen, wie man gute Videos dreht. Interessant wäre hier ein spezieller Workshop für Unternehmer, bei dem ich erkläre, wie man auch mit Handys gute Videos für Social Media produzieren kann. In Zukunft kann ich mir auch vorstellen, das Crossroad Filmproduction-Team wieder zu erweitern.

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